Lehrpfad im Taubenwiesbachtal

Länge: ca. 5 km (folgen Sie dem liegenden Buchenblatt) Buchenblatt Taubenwiesbachtal
Startpunkt:  Parkplatz an den Kaisereichen ca. 430 m üNN
Infopavillon: ca. 560 m üNN

Anfahrt: zur Anfahrt bitte hier klicken 
Lageplan: für einen Lageplan bitte hier klicken

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InfopavillonDer Taubenwiesbach ist ein Seitenbach der Schwarzach, der unterhalb der Staumauer des Eixendorfer Stausees in die Schwarzach mündet. Dort, an den Kaisereichen, beginnt am Parkplatz ein Lehrpfad, der Sie über 20 dort vorkommende Baumarten und über weitere Themen rund um den Wald informiert.

 

BaumartentafelHätten Sie`s gewusst?
Machen Sie mit und raten Sie, um welche Baumart es sich handelt. Zur Überprüfung klappen Sie den Deckel hoch und lernen Sie die wichtigste Eigenschaft dieser Baumart kennen. Wer noch mehr wissen möchte, kann sich am Infopavillon über die 20 Baumarten ausführlich informieren.
An insgesamt 12 Infotafeln erfahren Sie mehr über den Wald und die heimische Tier- und Pflanzenwelt und wie alles miteinander zusammenhängt.

Was es (nicht) alles zu sehen gibt ...
Das erste Stück steigt ziemlich steil an, aber lassen Sie sich nicht aus der Puste bringen! Der Bach kommt einem munter plätschernd entgegen. Die für das Tal standortuntypischen Fichten werden vom Eigentümer, den Bayerischen Staatsforsten, Forstbetrieb Roding, mehr und mehr entfernt. Abgestorbene Bäume werden als Totholz im Wald belassen, damit neues Leben einkehren kann: Spechte zimmern sich darin ihre Höhlen, die auch Fledermäuse gerne als Quartier nutzen.

TaubenwiesbachNach kurzer Zeit öffnet sich das Tal immer wieder für kleine Waldlichtungen mit feuchten, traditionell extensiv genutzten Wiesen. Solch offene, abgeschiedene Bereiche sind Rückzugsräume für viele, z.T. seltene Tiere und Pflanzen. Leider werden die meisten Waldwiesen heute aufgrund ihrer schlechten Erreichbarkeit und geringen Erträge nicht mehr bewirtschaftet. Um zu verhindern, dass sie verbrachen und schließlich wieder zu Wald werden, müssen sie gepflegt werden. Eine einschürige Mahd im Spätsommer ohne Düngung ersetzt heute die traditionelle Bewirtschaftung. Das kommt Heuschrecken wie der bayernweit stark gefährdeten Sumpfschrecke und Orchideen wie dem Breitblättrigen Knabenkraut zugute.

Wir treffen auf eine gut ausgebaute Forststraße, wenden uns nach links und folgen dieser nach einer scharfen Rechtskurve. Nach ca. 1,5 km teilt sich der Lehrpfad. Wir folgen dem kleineren Weg geradeaus bergan bis wir auf eine weitere Forststraße treffen und uns nach rechts wenden.

neu angelegter TümpelAn den folgenden zwei Wiesen (die erste rechts und etwas später die zweite links) fallen kleine Tümpel auf. Für deren Anlage wurde eine einfache und kostengünstige, wenn auch ohrenbetäubende Methode gewählt: die Sprengung. Das Erdloch füllt sich im Lauf der Zeit mit Grund- und Regenwasser. Pflanzen aber auch Tiere wie Amphibien und Libellen finden hier schnell ein neues Zuhause.

Nach gut 2 km erreichen wir am höchsten Punkt des Lehrpfades einen kleinen Pavillon mit vielen weiteren Informationen über das BayernNetzNatur-Projekt „Taubenwiesbachtal“.

An dieser Stelle ist das Engagement der Außenstelle des Beruflichen Schulzentrums Oskar von Miller in Neunburg besonders hervorzuheben. Die angehenden Forst- und Landwirte erlernen technische Fähigkeiten und den Umgang mit der Natur durch ihren intensiven Einsatz im Projektgebiet. In Zusammenarbeit mit Forstbetrieb und Forstverwaltung führen die Schüler etliche Maßnahmen durch. Dazu gehört z. B. das Aufhängen von Fledermauskästen, das Offenhalten beispielsweise der Wiese unterhalb des Infopavillons durch Mahd sowie die Anfertigung und Installation der Informationstafeln für den Wald-Lehrpfad.

Vom Weg, den wir gekommen sind, biegen wir rechts in eine weitere Forststraße, und an deren Ende gehen wir wieder rechts. Vorbei an einer Forsthütte auf der linken und einem ehemaligen „Pflanzgarten“ auf der rechten Seite halten wir uns an der nächsten Abzweigung an den rechten Weg, überqueren den Taubenwiesbach bis wir an die bereits oben erwähnte Abzweigung kommen. Von hier aus führt uns der bekannte Weg zurück zum Parkplatz.

Berufsschüler im EinsatzDas Gebiet durchziehen viele weitere Wanderwege, z.B. der Stadt Neunburg v.W. oder der Gemeinde Thanstein. Von dort gibt es auch viele ausgeschilderte Nordic-Walking-Strecken. Vom Infopavillon aus kann man auch dem „Schwarzwihrbergweg" der Stadt Neunburg zur Ruine Schwarzenburg bei Rötz folgen.

Weitere Infos:

Tourist-Information (Verkehrsamt) Neunburg v. W.
Schrannenplatz 3 
92431 Neunburg vorm Wald 
Telefon 0 96 72 / 92 08-421

Telefax 0 96 72 / 92 08-466
e-mail:
tourist-info.stadt@neunburg.de

Wir wünschen Ihnen eine schöne Wanderung!

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Verein Naturpark
Oberpfälzer Wald e.V.

Wackersdorfer Str. 80
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